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In Lauterbach erweiterte Pfeifer seine Trocknungskapazitäten um vier Mahild-Trocknungsanlagen © Günther Jauk

Intelligentes Wärmesystem

Ein Artikel von Günther Jauk | 16.02.2016 - 17:08
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In Lauterbach erweiterte Pfeifer seine Trocknungskapazitäten um vier Mahild-Trocknungsanlagen © Günther Jauk

Mit 600.000 m3 Jahresproduktionskapazität ist der Pfeifer-Standort Lauterbach einer der größten Schnittholzproduzenten Deutschlands. Zudem fertigt man dort pro Jahr 200.000 m3 Palettenklötze sowie 70.000 t Pellets. Alles Produkte, denen unter beträchtlichem Energieaufwand das Wasser entzogen werden muss.
Selbst die thermische Leistung des hauseigenen Biomassekraftwerks muss hierfür, nicht nur aus ökonomischer Sicht, genau kalkuliert werden. „Anders als bei klassischen kalorischen Kraftwerken ist die Wärme für uns nicht nur Bei-, sondern Hauptprodukt, mit dem wir sparsam umgehen müssen“, erklärt Betriebsleiter Christian Zimmermann beim Besuch des Holzkurier. Bei der Auswahl seiner neuen Trockenkammern legt er deshalb besonderen Wert auf ein optimales Zusammenspiel von Heizkraftwerk und neuer Trocknungsanlage. Genauer gesagt, durfte die Rücklauftemperatur des zweiten Heizkreislaufs zur Turbine nicht mehr als 40° C betragen. „Mahild hatte für unsere speziellen Anforderungen genau das Richtige“, ist Zimmermann zufrieden.

Zugeschnittene Wärmetauscher

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Zufriedene Partner: Betriebsleiter Christian Zimmermann und Mahild-Kundenbetreuer Andreas Stahl (v. li.) © Günther Jauk

Im Detail lieferte Mahild vier 325 m3-Trockenkammern mit Eco-Vent-Wärmerückgewinnung. Als Heizmedien dienen ein Nieder- und ein Hochtemperatur-Wasserkreislauf, welche je nach Bedarf das Heizregister der jeweiligen Kammer bedienen. Hohe Temperaturen von über 70° C sind vor allem für die IPPC-Behandlung von Hölzern unabdingbar. Knifflig war bei diesem Projekt allerdings nicht das Erreichen einer Höchst-, sondern das Einhalten einer vorgegebenen Rücklauftemperatur des Niedertemperaturkreislaufs zum Generator von 40° C. Erreicht werden die 40° C durch eine speziell ausgelegte Luftführung des Mahild-Wärmerückgewinnungssystems Eco-Vent mit Common Rail Rücklaufabsenkung, welche den Rücklauf konditioniert. „Genau darin liegt unsere Stärke. Wir produzieren keine Kammern von der Stange, sondern designen die Anlage genau nach den Anforderungen und Vorstellungen des Kunden“, informiert Mahild-Projektverantwortlicher Andreas Stahl. Die erfolgreiche Technik kommt bereits bei mehreren Kammern der französischen Siat Braun-Gruppe zum Einsatz.
Pfeifer wird die neuen Kammern hauptsächlich zum raschen Trocken von Seitenware verwenden. Dem wurde mit Zwei-Meter-Ventilatoren für hohen Luftdurchsatz Rechnung getragen.

Gute Zusammenarbeit

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Die speziell ausgelegte Eco-Vent-Wärmerückgewinnung mit Common Rail-System © Günther Jauk

Nach vier Jahren Laufzeit ist Zimmermann mit seiner Investition nach wie vor zufrieden. „Mahild ist ein Unternehmen, das rasch reagiert und die Anlage genau auf uns zugeschnitten hat. Die Zusammenarbeit funktioniert problemlos und mit der Produktqualität war ich von Anfang an sehr zufrieden“, spart der Betriebsleiter nicht mit Lob.